JUNIORWAHL an der Realschule -

Kurs Sozialwissenschaften entdeckt
die Bedeutung des Wahlhelferamtes

Die letzten Vorbereitungen laufen und die Aufregung steigt!
Es ist der 21.09.17, 8.00 Uhr an der Hans-Prinzhorn-Realschule: Die Schülerinnnen und Schüler des SoWi-Kurses Jahrgang 10 sammeln sich im Konferenzraum, dem heutigen Wahllokal.

In den ersten Schulwochen sind sie theoretisch eingeführt und praktisch als Wahlhelfer ausgebildet worden, nachdem sie bereits erste Erfahrungen während des Projekts Juniorwahl zur Landtagswahl NRW im Mai 2017 sammeln konnten. Sie haben Wählerverzeichnisse angelegt, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler über ihre Chancen der politischen Mitbestimmung informiert, Flyer entworfen und Wahlbenachrichtigungen verteilt.
Bevor der eigentliche Wahlakt jedoch starten kann, wird der Wahlvorstand ebenfalls demokratisch ermittelt. Er besteht aus sechs Schülerinnen und Schülern (Angelo Parrocco als Vorsitzender, Sue Pinhammer als Schriftführerin, Dalav Krad, Paul Merjasov, Daniele Palumbo und Adrijana Höhling als Beisitzer), die den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl überwachen sollen. Es folgen protokollarische Informationen zur Schweigepflicht, Neutralität und Versiegelung der Wahlurne. Mit großer Vorfreude richten die Wahlhelfer daraufhin den Wahlraum mit Infoplakaten, Musterstimmzetteln und zwei Wahlkabinen her, sodass mehrere Klassen parallel wählen können.
Die Wahlhelferteams betreuen immer eine Lerngruppe, indem sie ihre Mitschüler aus den Klassenräumen abholen, über Wahlmodalitäten informieren, ihre Ausweise mit den Wahlbenachrichtigungen abgleichen und Stimmzettel vergeben. "Viele Schüler wirkten noch sehr unsicher bzw. unentschlossen, sodass der Wahlakt selbst recht lange dauerte", resumiert ein Wahlhelfer anschließend. Die Wähler selbst empfinden die Juniorwahl als eine "schlaue Sache, um Erfahrungen sammeln zu können". Viele wurden zu Gesprächen in ihren Familien animiert und hatten sich vorher im Unterricht oder bei dem Wahl-O-Maten und Youtube informiert: "Ich möchte eine gute Entscheidung treffen, damit Deutschland durch meine Wahl friedlicher wird!"
Acht Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 werden so an ihren ersten Wahlakt herangeführt, bis nach insgesamt vier Unterrichtsstunden genau 219 Stimmen aus-gezählt werden müssen. Die Wahlhelfer teilen sich in Gruppen auf und tragen zum Schluss alle Ergebnisse zusammen, welche an die Organisatoren der Juniorwahl weitergeleitet und am Sonntag ab 18 Uhr veröffentlicht werden. "Das Auszählen war besonders aufregend, weil wir sicher gehen wollten, dass alles korrekt ist. Wir sind richtig ins Schwitzen gekommen", bemerken die Wahlhelfer. "Jetzt können wir verstehen, warum es am Wahltag häufig so lange dauert, bis die Ergebnisse übermittelt werden!" Insgesamt verdient das Amt des Wahlhelfers viel Respekt, weil diese Tätigkeit trotz ihrer hohen Verantwortung nicht wesentlich entlohnt wird. Dass zur bevorstehenden Bundestagswahl so schwierig Wahlhelfer gefunden werden konnten, findet der Kurs sehr schade: "Es ist interessant und wichtig, in einer Demokratie etwas beizutragen! Wir werden wieder helfen!" Jetzt schauen alle Schülerinnen und Schüler gespannt auf den Wahlsonntag und das Ergebnis ihrer Juniorwahl im Vergleich zur Welt der Erwachsenen!

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