Juniorwahl an der Hans-Prinzhorn-Realschule

Was für volljährige und damit wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger meist eine Selbstverständlichkeit darstellt, sollte in der letzten Woche vor der Landtagswahl an der Hans-Prinzhorn-Realschule eine spannende Simulation des demokratischen Wahlakts werden.
Zum ersten Mal nahmen Schülerinnen und Schüler der Differenzierungskurse Sozialwissenschaften (Jhg.7-9) neben weiteren 261 Schulen landesweit an der Juniorwahl  teil. Gefördert wird das Projekt von der Zentrale für Politische Bildung sowie dem Landtag NRW. Voraussetzung waren dabei natürlich eine entsprechende unterrichtliche Vorbereitung, Einrichtung eines Wahlvorstandes und eine realitätsgetreue Nachahmung des Wahlaktes mit versiegelter Urne, Stimmzetteln und Wählerverzeichnissen.

Der Wahltag selbst fand im Unterricht bzw. für die sich im Praktikum befindlichen Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 am Schüler-Eltern-Beratungstag statt. Fast ein wenig ehrfürchtig betraten die Jugendlichen mit ihren Wahlbenachrichtigungen und Schülerausweisen den eigens dafür vorbereiteten Wahlraum, um sich beim Wahlvorstand registrieren zu lassen. "Seit den Osterferien beschäftige ich mich ständig mit dem Gedanken, wen ich bloß wählen soll", berichtete eine Schülerin etwas aufgeregt. Gespräche in den Praktikumsbetrieben, die die Teilnahme an der Wahl durch entsprechende Freistellungen sehr positiv unterstützten, sowie Diskussionen in den Elternhäusern wurden dadurch ausgelöst. Nicht zuletzt erzählte ein Schüler stolz, dass er durch sein Vorbild sogar seine Mutter zur Wahl am Sonntag bewegen konnte. Die Wahlbeteiligung an der Juniorwahl lag bei insgesamt 83,7% und damit fast über 20% höher als bei der tatsächlichen Landtagswahl in NRW. Sie soll die Zahl der Erstwähler erhöhen und die demokratische Teilhabe verbessern. "Die Juniorwahl zeigt, dass sich Jugendliche für Politik interessieren", schlussfolgert ein Schüler und ein anderer ergänzt: "Ich fühlte mich durch die Teilnahme an diesem Projekt in meiner Meinung wertgeschätzt." Interessant war für die Kurse in diesem Zusammenhang eine entsprechende Analyse der Junior-wahlergebnisse, die auf der Homepage des Projekts einsehbar sind und z.T. ähnliche Verschiebungen wie bei der Landtagswahl zeigen, auch wenn der rot-grünen Landesregierung noch eine Chance gegeben würde. "Für uns Jugendliche stehen Umwelt und Tiere noch immer deutlich im Vordergrund", bilanziert dazu eine Schülerin.
Auf jeden Fall möchten die Jugendlichen auch im September wieder dabei sein und an der Juniorwahl parallel zur Bundestagswahl 2017 teilnehmen.

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