Suchtprävention

1. Begründung

Unsere Schülerinnen und Schüler befinden sich in einer Entwicklungsphase, in der sie Grenzen austesten oder auf der Suche nach eigener Identität Risiken eingehen. Dieses Risikoverhalten äußert sich oft darin, dass Jugendliche zeitweise gesundheitsschädigendes Verhalten zeigen. Nach Schülerbefragungen aus dem Jahr 2005 ist im Märkischen Kreis der Gebrauch von Alkohol und Nikotin "weit verbreitet" und es werden auch riskantere Drogen konsumiert. Es gibt viele unterschiedliche Ursachen, die zum Suchtverhalten führen können und viele verschiedene Suchtformen. Aus diesem Grund ist unser Suchtpräventionskonzept breit angelegt, um das individuelle Gefährdungspotential möglichst vieler Schüler zu berücksichtigen.

 

2. Methoden

Neben der Behandlung des Themas "Sucht" im klassischen Unterricht wird die angesprochene Problematik in unterschiedlichen Projekten, z. T. mit Unterstützung außerschulischer Referenten bearbeitet. Die Schüler sind hierbei keinem Noten- und Leistungsdruck unterworfen. Im Rahmen dieser Projektarbeit arbeiten die Schüler häufig in Gruppen, um beispielsweise Collagen zu erstellen, Rollenspiele aufzuführen oder sich praktisch mit gesundem Essverhalten auseinander zusetzen.

Wir glauben, dass diese Formen eher dazu beitragen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler freier äußern und daher ihre eigen Betroffenheit und mögliches Suchtverhalten besser erkennen und reflektieren können. Zu dem angestrebten Ziel, ein suchtfreies Leben zu führen, gehört es die Persönlichkeit zu stärken und die sozialen Kompetenzen zu trainieren. Hierzu sollen kreative Arbeitstechniken beitragen.

3. Umsetzung in unserer Schule

Thematisch gliedert sich unsere Suchtprävention in folgende Bereiche:

 

Suchtprävention I
  • Rauchen (Jahrgangsstufe Sechs)
  • Suchtrisiken von Internet und Handy (Jahrgangsstufe Sechs)

 

Wir beginnen in der sechsten Jahrgangsstufe mit dem Thema Rauchen. In allen Klassen wird angestrebt, jährlich ein Nichtraucherprogramm durch Mitarbeiter einer Krankenkasse durchführen zu lassen, der über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens informiert. Die medizinisch, gesundheitlichen Folgen des Rauchens werden auch durch Mitarbeiter der Lungenklinik und in einem weiteren Projekttag zum Thema "Rauch mich nicht an" angesprochen. Über Suchtrisiken von Internet und Handy werden unsere Schülerinnen und Schüler durch ältere Schüler/Schülerinnen der 9. und 10. Jahrgangsstufen, die als Neigungskurs Informatik gewählt haben, informiert. Besprochen werden diese Gefahren der Medien im Rahmen des Politikunterrichts.

 

Suchtprävention II
  • Alkohol (Jahrgangsstufe Sieben)
  • Esssüchte (Jahrgangsstufe Sieben)
  • Illegale Drogen (Jahrgangsstufe Acht)

 

Im Sinne eines Spiralcurriculums werden Ursachen und Entstehung von Sucht im Kursunterricht der Jahrgangstufe Sieben erneut aufgegriffen. Die Unterrichtsreihe "Sucht macht unfrei" verschafft zunächst einen Überblick über stoffgebundene und stoffungebundene Süchte. Nachdem Entstehungssituationen von Sucht bei Jugendlichen aufgezeigt wurden, ermitteln die Schülerinnen und Schüler eigene Wertvorstellungen. Sie üben anhand von Fallbeispielen ihr kritisches Denken in Konfliktsituationen und sammeln und reflektieren Bewältigungsstrategien in Konfliktsituationen. Als weiteres Suchtmittel wird die Alltagsdroge Alkohol thematisiert. Neben der Vermittlung der schädlichen Wirkung und Berechnungen zum Blutalkoholgehalt wird die Alkoholkrankheit beschrieben. Letzteres wird unterstützt durch ein Expertengespräch mit Mitgliedern der "Guttempler", welche als ehemalige Alkoholabhängige über ihre Erfahrungen mit dem Suchtmittel „Alkohol“ berichten. Im Förderkurs Naturwissenschaft "Gesundheitserziehung" der Jahrgangsstufe Sieben werden die Schüler und Schülerinnen über eine gesundheitsfördernde Auswahl der Lebensmittel und Getränke anhand einer Ernährungspyramide informiert. Die Schülerinnen und Schüler bereiten gesunde Gerichte und Getränke zu und setzen sich anschließend mit verschiedenen Esssüchten (Adipositas, Anorexie, Bulimie) auseinander.
Der Themenbereich der illegalen Drogen sollte in vertraulicher Atmosphäre durch Mitarbeiter der DROBS in Iserlohn und eventuell Ex-Usern bearbeitet werden.

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